Zersetzungsmethoden der Stasi „Samstag im Archiv“: Gespräch und Führung

25.08.2018 um 14:30 Uhr

Plötzlich gerät das Leben aus den Fugen: merkwürdige Gerüchte tauchen auf, man sei ein Stasi-Spitzel, anonym zugesandte Fotos suggerieren, der Ehepartner geht fremd, die eigenen Kinder verhalten sich abweisend, der Job geht verloren. Und in der Wohnung sind die Handtücher unerklärlicherweise Tag für Tag anders geordnet. Dass hinter all dem die Staatssicherheit stecken konnte, ahnten die Opfer kaum. Ebenso wenig erkannten sie, dass diese Vorgänge Teil einer planvoll eingesetzten Repressionsstrategie waren, die im Stasi-Jargon „Zersetzung“ genannt wurde. In einem Vortrag beschreibt die Historikerin Dr. Sandra Pingel-Schliemann an konkreten Fallbeispielen die Anwendung dieser geheimpolizeiliche Methode und die Folgen für die Betroffenen. Die Reihe „Samstag im Archiv“ stellt die Vielzahl der Themen des Stasi-Unterlagen-Archivs vor. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Dafür ist ein gültiges Personaldokument erforderlich. Termin : Samstag, 25. August 2018, 14.30 Uhr „Samstag im Archiv“ – mit einem Vortrag, Archivführung, Antragstellung, Beratung Ausstellung: Zersetzung Repressionsmethoden des Staatssicherheitsdienstes Eine Ausstellung vom Förderverein Denkstätte Teehaus Trebbow e.V., gefördert durch die Bundes- stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die LStU M-V, die LpB M-V und die Ehrenamtsstiftung M-V Ausstellungszeitraum: 25.08. – 19.09.2018 Öffnungszeiten: Mo – Fr 09.00 - 20.00 Uhr Sa, So 11.00 - 18.00 Uhr Der Eintritt ist frei.

 
 

Veranstaltungsort

Görslow, Resthof, 19067 Leezen

 

Veranstalter

BStU-Außenstelle Schwerin

 

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