Die Ausbürgerung Wolf Biermanns in den Stasi-Akten / Gespräch und Führung aus der Reihe „Samstag im Archiv“

21.04.2018 um 14:30 Uhr

Die regelmäßig am Wochenende stattfindenden Veranstaltungen verbinden einen thematischen Vortrag oder ein Gespräch mit einer anschließenden Führung durch unsere Archivräume. Zusätzlich können Sie einen Antrag auf persönliche Einsicht in die Stasi-Unterlagen stellen. Dafür ist ein gültiges Personaldokument erforderlich. 14.30 Uhr Zeitzeugengespräch Zeitzeugen Roland Jahn, BStU und Heiko Lietz, Schwerin Moderatorin: Siv Stippekohl, NDR Am 16.11.1976 verkündete die SED, dass der Liedermacher Wolf Biermann ausgebürgert sei. Von einem Konzertaufenthalt in der BRD sollte er nicht mehr in die DDR zurückkehren dürfen. Der Plan, den unliebsamen Künstler aus der DDR zu werfen, wurde schon sehr lange gehegt. Mindestens seit 1973 hatte die Stasi auch eine konkrete Umsetzung dazu vorgelegt. Womit weder das Politbüro noch die Stasi gerechnet hatten: Gegen den Rauswurf protestierten nicht nur ein paar Oppositionelle. Auch prominente, bislang als systemkonform geltende Intellektuelle stellten sich dagegen. Im Anschluss Archivführung Das Schweriner Stasi-Unterlagen-Archiv bewahrt in seinen Magazinen neben Akten, Karteikarten und Fotos auch ungewöhnliche Objekte der Stasi auf. Der Gesamtbestand im Umfang von etwa 2.470 laufenden Metern dokumentiert den inneren Aufbau sowie die Arbeits- und Wirkungsweise der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung Schwerin, zeugt aber auch von der Zivilcourage der Menschen in der Region.

 
 

Veranstaltungsort

Görslow, Resthof, 19067 Leezen

 

Veranstalter

BStU-Außenstelle Schwerin

 

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