Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin

Ramona Ramsenthaler

Ludwigsluster Str. 2 b
19288 Wöbbelin

Telefon (038753) 80792

Telefax (038753) 80792

E-Mail E-Mail:
www.gedenkstaetten-woebbelin.de

Öffnungszeiten:
April bis Oktober:
Dienstag bis Freitag: 12:00 Uhr - 16:00 Uhr
Sonntag: 11:00 Uhr - 16:00 Uhr
November bis März:
Dienstag bis Freitag, 11:00 Uhr - 16:00 Uhr
Sonntag: 11:00 Uhr - 16:00 Uhr
Feiertags ist wie sonntags geöffnet

Führungen und Projekte sind auch außerhalb der Öffnungszeiten nach vorheriger Anmeldung möglich.

Der Eintritt ist frei, jede Führung kostet 1 Euro/p.P.
Spenden sind willkommen.


Das Gebäude der Mahn- und Gedenkstätten wurde zur Ehrung Theodor Körners errichtet. Der patriotische Poet ist am 26. August 1813 während eines Gefechtes in den Napoleonischen Befreiungskriegen tödlich verwundet worden.

Seit 1965 wird hier auch dem Schicksal derer gedacht, die am Ende des 2. Weltkrieges in dem Konzentrationslager nahe Wöbbelin zu Tode kamen. Auf dem Gelände, wo Theodor Körner zu Grabe gebettet wurde, sind auch etwa hundertsechzig von den mehr als eintausend Toten des KZ-Auffanglagers bei Wöbbelin begraben.

 

 

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Aktuelle Meldungen

20 Jahre Förderverein Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin – Theodor Körner – KZ Wöbbelin e.V.

(01.08.2011)

Am 3. August 1991 gründeten 17 Politisch interessierte Bürger, unter ihnen auch ein ehemaliger Häftling des KZ Wöbbelin, den Förderverein Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin – Theodor Körner – KZ Wöbbelin – e.V. Die beiden Gedenkstätten sollten erhalten und unterstützt werden, zeigen sie doch auf besondere Weise die Widersprüche deutscher Geschichte.

 

Der Dichter und Lützower Jäger Theodor Körner (1791 – 1813) fiel während der Befreiungskriege am 26 August  1813 in der Nähe von Gadebusch und wurde in Wöbbelin unter einen Doppeleiche bestattet. Die Nationalsozialisten errichteten 1938 unmittelbar neben seiner letzten Ruhestätte einen Heldenhain. Anfang 1945 entstand in nur drei Kilometer Entfernung das KZ Wöbbelin, das letzte Außenlager  des Konzentrationslagers Neuengamme. Über fünftausend Häftlinge wurden dort in den letzten zehn Kriegswochen gefangen gehalten, mehr als tausende Häftlinge starben. Nach der Befreiung des Lagers wurden die Opfer  auf Befehl der amerikanischen Militärbehörden in Ludwigslust, Schwerin, Hagenow  und in Wöbbelin, in unmittelbarer Nähe zu Körners Grab beigesetzt.

 

Heute sind die Gedenkstätten ein Ort des Erinnerns und der Begegnung. Im Laufe der Jahre wurden durch den Förderverein Sonderausstellungen, Vorträge und Forschungsarbeiten initiiert sowie Verbindungen zu anderen Gedenkstätten aufgenommen. Es wurden Kontakte zu ehemaligen Häftlingen, deren Angehörigen US-Armee hergestellt, viele von ihnen treffen sich alljährlich zu den  „Internationalen Begegnungen der Generation“ über Ländergrenzen hinweg weitergegeben. Viele Zeitzeugen haben Gespräche vor allem mit jungen Menschen geführt und an drei Filmprojekten, der Umgestaltung der Gedenk- und Ruhestätten  der KZ – Opfer sowie an wissenschaftlichen Projekten mitgearbeitet.

 

Der Förderverein unterstützt die jährlichen regionalen und internationalen Workscamps, in denen Jugendliche die Gedenkstätten pflegen, beider Dokumentation der Geschichte helfen und ausstellen mit ihren künstlerischen Arbeiten bereichern. Die Bildungsangebote der Mahn- und Gedenkstätten sind ein weiterer Wirkungsschwerpunkt. Mit den Wöbbeliner Spuren deutsche Geschichte hält der Verein die Erinnerungen wach und hilft, Antworten auf aktuelle Fragen um Gewalt, Machtmissbrauch und Fremdenfeindlichkeit zu finden.

 

 Mit seinen Aufgaben ist auch der Förderverein gewachsen. Die Mitglieder kommen aus drei Generationen und acht Nationen (Belgien, Deutschland, Frankreich, Israel, den Niederlanden, Polen, der Ukraine und den USA). Die Zusammenarbeit mit anderen vereinen, Institution und Bildungsträgern brachte eine immer größere Wirksamkeit. Seit 2003 wirkt der Verein aktive auch in Beirat des Vereins Mahn- und Gedenkstätten im Langkreis Ludwigslust e.V. mit. Der Förderverein will die Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin auch weiterhin inhaltlich und finanziell unterstützen.

 

Der Vorstand

Erinnern und Gedenken

(01.06.2010)

Der Verein Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust e.V. und der Förderverein der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin e.V. hatten vom 1. - 3. Mai zur Internationalen Begegnung der Generation nach Wöbbelin und Ludwigslust eingeladen. 65 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Wöbbelin und des Endes der Todesmärsche in der Region waren überlebende aus den USA, Israel, Belgien, Polen, Lettland und Deutschland sowie viele Angehörige aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich und der Ukraine an den historischen Ort gekommen. Am 1. Mai wurde an den KZ-Gräbern am Museum in Wöbbelin der Opfer und der Befreiung durch die 82. US-Luftlandedivision gedacht, die am 2. Mai 1945 Ludwigslust erreicht hatte. Unter den Anwesenden konnte die Vorsitzende des Fördervereins auch den Befreier Werner Tom Angress begrüßen. In ihrer Ansprache erinnerte Dr. Carina Baganz an das unvorstellbar demütigende Leiden der Opfer. Der Opfer zu gedenken hieße aber nicht nur, die Erinnerung an das Geschehene wach zu halten, sondern diese auch an die nachweisenden Generationen weiter zu geben. Im Anschluss an die Redebeiträge legten Schüler der Grundschule Wöbbelin Tulpen auf die Grabplatten. Viele Menschen, auch aus dem Landkreis Ludwigslust und der weiteren Umgebung, haben am 2. Mai während der Gedenkveranstaltung an der KZ-Gedenkstätte, ehemaliges Lagergelände der Opfer gedacht und den Tag der Befreiung gewürdigt. Unter ihnen waren der Landrat des Landkreises Ludwigslust, Rolf Christiansen, und weitere Vertreter der Politik und Öffentlichkeit sowie der überlebende Salomon Birenbaum aus den USA und der Bürgermeister der Stadt Putten in den Niederlanden. Es waren viele Kinder und Enkelkinder von Opfern und überlebenden des KZ Wöbbelin gekommen, um Blumen nieder zu legen und um sich zu erinnern.

 

Ramona Ramsenthaler

Lehrlinge des UFAT-Bildungswerkes überreichen Blumenkästen

(13.04.2009)

Anfang April übergaben Lehrlinge des UFAT-Bildungswerkes an die Leitung der Mahn- und Gedenkstätte Wöbbelin. Sie hatten diese im Rahmen ihrer Ausbildung in der Holzverarbeitung gefertigt. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich nun pünktlich zum Frühjahrsbeginn den Eingangsbereich des Museums mit Blumen bepflanzen kann, und habe mich bei den Jugendlichen mit der Führung durch die Ausstellung „Zehn Wochen KZ Wöbbelin" bedankt. Die Auszubildenden zeigten großes Interesse an den geschichtlichen Ereignissen in ihrer Heimatregion. Historische Fotos und Filmaufnahmen von Ludwigslust, Wöbbelin und Schwerin aus dem Jahre 1945 hatten sie bisher nicht gesehen. So war es besonders spannend für sie, dass sie die ersten Besucher des Museums waren, die eine amerikanische Zeitung vom Mai 1945 betrachten konnten. Seit Ostern leuchten gelbe Stiefmütterchen in den großen Kästen und erfreuen die Besucher. Ein Dankeschön an dieser Stelle den Lehrlingen und ihrem Lehrmeister Ernst Schröder.

 

Ramona Ramsenthaler